Feb 3

Die Zusammensetzung der deutschen IBAN mit Ihren 22 Stellen ersehen Sie hier:

Beispielaufbau einer IBAN:

DEaa bbbb bbbb cccc cccc cc

• DE = Länderkennzeichnung Deutschland
• aa = die Prüfziffer / Prüfsumme
• bbbb bbbb = die Bankleitzahl
• cccc cccc cc = Kontonummer (Kontonummer, die weniger als 10 Stellen haben, werden mit
führenden Nullen ergänzt)

Die Berechnung der Prüfsumme

Zuerst werden die ersten vier Stellen von vorne nach hinten gestellt. Das macht man, da man die Prüfsumme noch berechnen muss und somit zuerst eine Prüfsumme von 00 angenommen wird.
Jetzt entfernt man alle Leerzeichen zwischen den 4er Blöcken. Dann werden die Buchstaben durch die jeweilige Zahl ersetzt, welche sie im lateinischen Alphabet einnehmen und addiert diese jeweils mit der Zahl 9.

Ein Beispiel mit den Buchstaben D und E:

• D steht an vierter Position im Alphabet, ergo 4 + 9 = 13.

• E steht an fünfter Position im Alphabet, ergo 5 + 9 = 14

Daraus ergibt sich nun eine 24 stellige Zahl wird durch 97 dividiert, was man Modulo97-Verfahren nennt. Das resultierende Ergebnis wird von 98 subtrahiert. Ist das Ergebnis kleiner als 10 wird der somit einstelligen Zahl eine führende Null vorangestellt um die Konvention einzuhalten.

ACHTUNG: Die oben geschilderten Methoden zur Berechnung der IBAN sind einzig und allein für die Prüfsummenberechnung zu verwenden. Nur Banken selbst geben korrekte IBAN Nummern heraus, da diese in Ausnahmefällen von der Norm abweichen können. Verwendet man durch sog. IBAN Generatoren errechnete IBAN Nummern für seinen Zahlungsverkehr, geschieht das immer auf eigenes Risiko und kann im schlimmsten Fall den Verlust der Überweisung nach sich ziehen.

Jan 26

Die IBAN wird durch die ISO Norm 13616:2003 standardisiert und ist eine Abkürzung für:

International Bank Account Number

Die Idee zur IBAN wurde dadurch geboren, dass im immer internationaler werdenden geschäftlichen und privaten Finanzbereich Finanztransaktionen nicht standardisiert und somit leicht und grenz übergreifend ausführbar waren.Die Idee wurde – man glaubt es kaum – ursprünglich von den USA angetrieben. Sie haben die IBAN aber bis zum heutigen Tage noch nicht umgesetzt, geschweige denn eingeführt.

Die IBAN wurde unter der Übereinkunft erstellt, dass fast unmöglich ist, eine international vereinheitlichte Bankverbindung durchzusetzen. Denn dafür unterscheiden sich die Normen für Bankverbindungen der einzelnen Länder zu sehr. Als Beispiel ist hier die Trennung von Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ), wie es in Deutschland der Fall ist, zu nenne. Denn dies, obwohl naheliegend und logisch ist nicht einmal europaweit, geschweige denn weltweit ein Standard. Hierfür wurde oben genannte ISO 13616:2003 für die IBAN definiert um alle speziellen Landesnormen in einer zusammengeführten Information auszulesen und vereinheitlicht zu bearbeiten. Die IBAN ist somit eine alphanumerische Einheit, welche sich aus den jeweiligen landesspezifischen Vorgaben anhand einer Berechnungsmethode zusammensetzt.

Bis zum Februar 2007 haben erst 45 Länder die IBAN eingeführt.

Eine Verwendung der IBAN ist im Binnenmarkt für Finanztransaktionen nicht anwendbar. Das heißt, dass man bei eine Überweisung von einem deutschen auf ein deutsches Bankkonto keine IBAN verwenden kann. Hier gibt es zwar eine Ausnahme. Wenn der Kontoinhaber im Ausland ansässig ist, jedoch aber ein deutsches Bankkonto hat. Hier kann man wie auch im übrigen AZV (Auslandszahlungsverkehr) die IBAN benutzen, da man auch hier eine Meldung im AZV machen muss.

Um den europäischen Zahlungsverkehr zu standardisieren, ist es obligatorisch die IBAN auch in den einzelnen Ländern im nationalen Zahlungsverkehr einzuführen.

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